Jan.01

Ich kann … was mit Medien

Ich kann … was mit Medien

Seit dem 15. Januar 2016 bin ich also zertifizierter Social Media Marketing Manager. Klingt gut – und ist es auch. Die viermonatige Vollzeit-Weiterbildung (640 Stunden!) bei alfatraining war eine wahre Fundgrube an Wissen, Tools und Einblicken in ein wirklich faszinierendes Thema. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an meine tollen DozentInnen Sascha Dinse, Eva Ihnfeldt und Anna Gabriela Henné!

Auch wenn Social Media schon lange kein #neuland mehr darstellen, ist man sich wohl schneller darüber einig, dass sie im Unternehmen gebraucht werden als darüber, was ein Social Media Marketing Manager eigentlich macht – außer natürlich sich auf Facebook zu tummeln.

Community Management versus Social Media Management

Eine wichtige Unterscheidung ist diejenige zwischen Community Management und Social Media Management. Während der Community Manager in der Regel für das operative Geschäft zuständig ist – also Beiträge schreibt, Kundenanfragen betreut etc., beschäftigt sich der Social Media Manager mit der Konzeptualisierung und Ausarbeitung von Kommunikations- und Marketingstrategien. In meiner Fortbildung ging es also nicht nur darum, wie ein „perfekter Post“ auf Facebook, Twitter oder Instagram auszusehen hat sondern vor allem um die Definitionen von Zielen (Stichwort: SMART), die Feststellung von Chancen und Risiken (Stichwort: SWOT), die Analyse von Ziel- und Interessengruppen, um Ansprachekonzepte sowie um Methoden und Instrumente der Erfolgsmessung (Monitoring). Darüber hinaus waren Werbekampagnen, der sogenannte Marketing-Mix (4 P´s & 7 P´s) sowie weitere Grundlagen des Marketing Gegenstand der Fortbildung.

Kultursoziologie und Soziale Medien

Ich glaube ja, dass wir (Kultur-) Soziologen gute Social Media Manager sind, weil die Arbeit mit Social Media genau jene Themen beinhaltet, die unsere Kernkompetenz sind: Kommunikation und Interaktion zwischen Menschen, Analyse von Selbst- und Fremdbildern, Bildung und Auflösung von Gemeinschaften. Bei der Beschäftigung mit Social Media entsteht – zumindest bei mir – sofort die Lust, über eine „Soziologie der Sozialen Medien“ nachzudenken. Die Verteilung und Zugänglichkeit von Wissen und Informationen; eine extrem beschleunigte Kommunikation mit unterschiedlichen Erwartungen im jeweiligen „Kanal“ (Brief, Email, Facebook, Twitter, Chat …); neue Formen der Partizipation und der sozialen Teilhabe aber auch Skandale, Risiken und Gefahren in Bezug auf Big Data, Privatsphäre und Datenschutz – all das sind Aspekte, die für die Gesellschaft und damit auch für die Wissenschaft von der Gesellschaft immer wichtiger werden.

Mein Interesse an Social Media ist in jedem Fall nachhaltig geweckt – ob der nächste Artikel ein Bericht aus der Praxis oder das Ergebnis kultursoziologischer Kontemplation sein wird, bleibt abzuwarten …

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